Deckendämmung

So, lang hab ich mich gedrückt und hab versucht alles andere was möglich ist vorher zu erledigen, aber ich komm nicht drum rum…
Dann geh ich es eben mal an…

Nach einiger Zeit überlegen wie ich das ganze nun am besten befestige hat sich langsam etwas raus kristallisiert und ich hab damit begonnen erstmal die Hohlräume aus zu schäumen.

Damit sollte das wohl erledigt sein, so jedenfalls meine Gedanke.
Die Praxis sagt nein.
Das was da so raus hängt ist nicht nur das überschüssige, auf gequollenes Material sonder tatsächlich leider auch einiges an Inhalt.
Am nächsten Tag, nachdem ich nach dem aushärten alles abgeschnitten habe, durfte ich fest stellen dass die Hälfte der Holme immer noch oder wieder hohl ist.

Also nochmal nach geschäumt.
Ein Tag später wollte ich die Nietmuttern setzen und beim reindrücken der ersten Mutter fest gestellt dass hinter dem ersten bisschen gehärtetem Schaum wieder ein Hohlraum ist.
Mit dem Schraubenzieher ein paar weitere Stellen angestochen und noch mehr Hohlräume entdeckt.

Wieder geschäumt und noch einen Tag verloren…

Anwenderfehler oder einfach zu alter Bauschaum (die Dosen standen schon ein paar Jahre), ich weiß es nicht.

So nun aber rein mit den Nietmuttern.
M5 haben in die meisten vorhandenen Löcher zufällig richtig gut gepasst. Ein paar andere musste ich etwas aufbohren.

Fährt! 🙂

Bretter mit ordentlich Überstand zurecht geschnitten, damit später die Dämmung eingeklemmt werden kann.
Mittelpunkte der Verschraubung angezeichnet, vorgebohrt und ran geschraubt.
Klingt alles ganz fix, ist es leider aber nicht. Diese Vorgänge dauern schon etwas.
Aber macht Spaß, es geht vorwärts! 🙂

Passt und sitzt.
Das ganze dann wieder runter und mit Klebt & Dichtet (Überbleibsel der PV-Anlage) dazwischen wieder ran geschraubt, doppelt hält bekanntlich ja besser.
Nicht dass durch die Vibrationen sich die Schrauben lockern und mir irgendwann alles auf den Kopf fällt.
Gibt Erfahrungen, die muss man nicht machen.

Jetzt warten noch viele weitere Hohlräume auf mich, aber nicht mehr mit Bauschaum, das hat einfach nicht gut genug geklappt und die meisten Hohlräume sind auch zu groß um sie wirklich mit Schaum ausfüllen zu wollen.

Dann mal die erste Platte 40mm Mineralwolle passend zurecht geschnitten und rein gepresst.
Nachdem der Abstand von Blech zu Unterkante Brett auch exakt 40mm sind, hat das nicht ganz so gut geklappt.

Aber erstaunlicherweise hat es bis zum nächsten Tag gehalten.

Vorbereitet für eine staubige Arbeit ging es dann am Folgetag weiter.

Langes, schwarzes Unterhemd in der Sonne?!?!?
Ja es war nicht kalt, ganz im Gegenteil, aber wer schon mal mit Mineralwolle gearbeitet hat weiß dass diese zum jucken neigt. Zur Vorsicht dann mal lieber viel Haut verdecken und lieber schwitzen.

Falz in die Platten schneiden behebt das Problem der Befestigung.

Die 5mm Holzlatten waren eigentlich nur dafür gedacht die Platten an Ort und Stelle zu halten bis die Dampfbremsfolie darüber gespannt wird.
Es hat allerdings so gut funktioniert dass ich die zur Verstärkung belassen hab.

Im Sturzbereich der Flügeltüren am Heck musste erst noch eine Holzkonstruktion gebaut werden, um dort die Dämmplatten einklemmen zu können.
Was dann aber wieder großzügig auf den nächsten Tag vertagt wurde. 🙂

Die Krümmung des Daches konnte ich schön an den bereits angeschraubten Brettern abnehmen, indem ich ein Brett senkrecht im 90° Winkel dagegen gehalten und mit dem Bleistift übertragen hab.
Anschließend von oben ein Brett rechtwinklig aufgeleimt und aufgeschraubt und schon hab ich einen Winkel zum anschrauben der die Krümmung des Dachs hat.

Löcher vorgebohrt, Nietmuttern eingepresst, Bohrlöcher angerissen und fest geschraubt.
Was sich immer so leicht und schnell anhört ist es tatsächlich nicht.
Diese kleinen Schritte dauern immer ganz schön bis die Löcher des Bretts dann auch endlich mal mit den Abständen der Nietmuttern zusammen stimmen…

Dann noch die Rahmen der Dachfenster und die Fenster mit dem schwarzen Nageldichtband bekleben.
Damit später dort die Folie abgedichtet wird wenn die Decke angeschraubt wird.
Sonst hätte ich bei jeder Schraube eine undichte Stelle.

Auf dem Bild sieht man auch noch dass ich die Fahrerkabine abgeklebt hab.
Bei der Bodendämmung hat sich schon sehr viel Staub der Steinwolle vorne abgelagert.
Da das bei der Decke sonst noch viel schlimmer geworden wäre kam da lieber eine Folie ran. Bevor es mit dem dämmen los ging. 🙂

Als nächster Schritt habe ich die Folie zurecht geschnitten und zusammen geklebt so dass ich sie im Anschluss in einem Stück an die Decke tackern kann.

Dampfbremse fertig an die Decke geheftet und die Stellen mit Tape abgeklebt.

Dachfenster ausgeschnitten und mit Kartuschenkleber abgedichtet.

Und das war es auch erst mal mit der Decke.
Jetzt müssen die Wände gedämmt werden damit die Folie der Wand und der Decke verklebt werden können.
Somit geht es dann auch gleich wieder mit dämmen weiter. 😀




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