Die Decke

So der letzte Beitrag ist ja jetzt schon wieder eine Weile her, das liegt aber daran dass ich Urlaub hatte und außer zu vieler Arbeit, zu nichts anderem gekommen bin…
Auch hänge ich hier, gegenüber dem tatsächlichen Stand ziemlich hinterher.

Die Entscheidung über die Optik der Decke viel ja nun auf Apfelholz, was noch im heimischen Lager lag und dass sogar schon einige Jahre, sogar schon Jahrzehnte darauf gewartet hat verarbeitet zu werden.

Das ganze stellte sich dann jedoch noch als recht tricky raus, weil so ein Apfelbaum selten kerzengerade gen Himmel wächst und auch nicht gerade der Typ Mammutbaum in seiner Dimension ist.
Somit sind die Streifen des Furniers auch recht geschwungen und eher dünn.
Da gerade, sich gut maschinell verklebbare Streifen raus zu schneiden, wäre ziemlich verschwenderisch und für uns auch nicht machbar, da so viel davon dann auch nicht mehr im Lager ist. Eigentlich ist es sogar recht knapp.

Hier mal das ganze schon grob zusammen gelegt und so sollte es dann auch später geschnitten und per Hand verklebt werden. Hier hat mir zum Glück sehr stark mein Vater geholfen.
Die Decke war sowieso ein richtiges Geduldsspiel für mich, auch ohne dem zusammen kleben.

Man kann auch gut erkennen dass das Holz sehr wellig ist.
Mein Vater hat die Streifen zuerst gewässert und heiß in der Furnierpresse für ein paar Minuten gepresst, so dass sich diese besser verarbeiten lassen.

Als nächstes hat er dann eine Schablone aus einer Spannplatte erstellt, nach der ich dann die einzelnen Streifen schneiden konnte.
Besser gesagt gefräst. Furnier zwischen der Schablone und einer Platte geklemmt und mit der Oberfräse gefräst.

Anschließend hat mein Vater die gefräste Kante auf den jeweils daran anliegenden anderen Streifen übertragen und mit einem Messer per Hand geschnitten und alle Streifen einzeln mit Tesa zusammen geklebt.

Da wie bereits angesprochen Apfelbäume selten die Dimension Mammutbaum sind, waren die Streifen auch zu kurz um für die ganze Decke zu reichen. Somit mussten zwei Felder mit je 8 Streifen in der Breite zusammen geklebt werden.
Damit die Decke nicht komisch aussieht wenn die zwei Felder stumpf zusammen gefügt werden, hat mein Vater diese verzahnt, das auch alles per Hand.

Bilder sind leider etwas rar, vor lauter Arbeit wenig gemacht…

Die Trägerplatten haben wir vorher schon verleimt, da auch die 5 mm Pappelplatten als Trägerplatte für das Furnier zu kurz waren. Die Decke wird grob 3 m lang.

So nachdem wir das ganze, auf dreimal aufgeteilt, in der Presse hatten, weil auch die nicht groß genug ist. 😀
Sieht das ganze nun so aus.

Anhand des Klebebandes kann man auch schön die Verzahnung in der Mitte sehen.

Und yay, der Tesa geht zwar gut ab, aber der Kleber bleibt auf dem Holz.

Dann meinte mein Vater, abschleifen vom Kleber ist nicht. Verteilt man damit nur schön flächig und dann ist es erst richtig scheiße.
Das muss alles mit der Ziehklinge runter gekratzt werden.

Nächstes mal nehme ich gerne das teure Klebeband und kein günstiges mehr…
Die Art von Arbeit kann ich nun wirklich nicht empfehlen…

Gefühlte Stunden später sah die Decke dann so aus.

Mein Vater hat die Decke mit der großen Bandschleifmaschine geschliffen, ich hab dafür noch kein Händchen und schleif gern mal zu tief oder die Kanten rund…
Und ich anschließend den Feinschliff mit einer kleinen Maschine.
Und dann ist es mir passiert dass ich an zwei Stellen durch geschliffen habe…
Da durch das abschaben des Klebers und das schleifen, das Furnier schon sehr dünn war. Leider würde man später auch eine von den zwei Stellen sehen.
Somit musste das Furnier an der Stelle dort wieder komplett raus gefräst, nach geschnitten und mit einem Reststück wieder zugeklebt werden. YAY…

Aber auch das war irgendwann erledigt und wir haben die Decke mal eingebaut um die Ausschnitte für die Dachfenster anzeichnen zu können.

Dadurch dass die Fenster Luft zwischen dem inneren und äußerem Plastikrahmen haben, konnte ich dort schön mit dem Bleistift die Konturen übertragen.

Decke wieder raus und auschneiden.

Dann war es an der Zeit dass ich mir Gedanken mache wo und wie ich die LED Spots anordne.

Äh ja, das Chaos drum rum wird jetzt einfach mal ignoriert! 😀
Die ganzen großen und kleinen Pappkartons rechts stellen die Oberschränke und die Trennwand zur Toilette da.
Und so eine wirklich richtig befriedigende Lösung für die Spots hat sich auch nach vielem Überlegen und schieben nicht finden lassen.
Wenn ich sie so anordne dass das Licht am besten für den Raum wäre sieht es optisch völlig unstrukturiert aus. Einen Tod muss man aber sterben, deswegen ran an den Lochbohrer.

Das Bild hier ist kurz vor dem ölen, bereits fertig geschliffen.
Aber bevor ich soweit war, habe ich an der Rückseite erst noch Distanzringe angebracht. Um die Lebensdauer der LEDs wenigstens etwas zu erhöhen. Da direkt hinter der Platte die Dämmung anliegt.

Da das Furnier auch etwas an Charakter hat, ich will es nicht Fehler nennen da es das Holz ja auch erst richtig lebendig macht, habe ich diese Stellen optisch noch etwas angeglichen. Sieht leider nicht so gut aus wenn in den dunklen Stellen des Furniers das helle Pappelholz sichtbar ist.

Fertig geölt fällt das kaum mehr auf.
Und bei Öl wäre ich nun auch bei dem nächsten Schritt.
Dann geb ich dem Apfelbaum optisch mal Feuer.

Aye und polieren hat dieses Mal so richtig für dicke Oberarme gesorgt, alter Schwede… Alles Handarbeit, nix Maschine…

Verkabeln.
Dabei nicht den Überblick verlieren, da die hintern Lampen über dem Bett von den vorderen getrennt geschaltet werden können.

Und die Decke ist nach nur gefühlten 100 Mal anpassen fertig eingebaut.

So, das hier ist nun meiner erster, richtig dicker Beitrag, wollte die Decke nicht auf mehrere Beiträge strecken, zumal ich in letzter Zeit auch sehr schreibfaul war.
Wenn jemand bis hier her liest darf er gern in den Kommentaren schreiben was er davon hält! 🙂




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