Holzverkleidung vorbereiten

Dann will ich nun endlich mit dem eigentlichen Ausbau beginnen. 🙂
Zuerst will ein Furnier ausgewÀhlt sein denn als Wand- und Deckenverkleidung habe ich 5mm Pappelsperrholz furniert geplant.

Aber irgendwie war dass dann doch nicht so einfach wie gedacht. 😀

Mal etwas im Lager gestöbert was sich so finden lÀsst.
Vieles hatte mein Vater nicht ausreichend auf Lager aber so zur Orientierung, was wirklich schön wÀre, reicht es.

von links nach rechts: Apfel, Esche, Apfel, Buche, LĂ€rche, Eiche und nochmal Eiche.
Die Reihe darĂŒber: Olive, Nussbaum, Apfel, Kirsche
Glaub ich jedenfalls, ist jetzt schon eine Weile her. 😀

Nach zwei Besuchen beim FurnierhĂ€ndler, sichten des Musterkastens und stundenlangem Überlegen ist das ganze zu weit ausgeufert. Zu viele Möglichkeiten, zu viele Sachen die schön wĂ€ren und ob nun was nicht ganz so cooles nehmen was dafĂŒr noch auf Lager ist oder etwas neues kaufen. Da solche SpĂ€ĂŸe wie Olivenholz oder Zebrano auch als Furnier richtig ins Geld gehen.

Hier mal Zebrano mit Ahorn und dem grauen Filz den ich verbauen werde.

Eiche mit dem grauen Filz.

Von links nach rechts: Ahorn, Zebrano und irgendwas amerikanisches.
ZusÀtzlich in der Mitte das Furnier angefeuchtet um zu sehen wie es sein wird wenn es behandelt ist.

Und hier noch Eiche angefeuchtet.

Decke weiß beschichtet und Wand in Holzoptik oder beides Holz oder anders herum oder mehrere Holzarten…. AAAAAHHHHHH… 😀
Dann noch die EinwĂŒrfe dass mehr als 3 Farben zu viel wĂ€ren.
Entscheidung fiel dann zuerst auf Eiche, da der HĂ€ndler davon was ganz feines im Angebot hatte. Aber ich musste feststellen dass es sich farblich zu sehr mit dem Boden beißt.
Dann gingen die Überlegungen zu Kirsche oder Apfel, was auch noch ausreichend im Lager gewesen wĂ€re. Aber auch das hat mich nicht wirklich ĂŒberzeugt.
Vielleicht kommt es ja noch im Möbelbau unter. 😉

So was nun tun? Suche ich einen neuen Boden und schreibe den alten mit 120€ als Lehrgeld ab, da zu voreilig bestellt?
Auf der anderen Seite sollten die alten RestbestÀnde aus dem Lager ja auch verarbeitet werden, ressourcenschonendes bauen so zu sagen.
Mit Eiche hĂ€tte ich Boden und Wand neu kaufen mĂŒssen…

Wieder das Lager gefilzt und das Ahornfurnier nochmal genauer unter der Lupe genommen. Nachdem das eine schöne Maserung hat, die durch die Behandlung nochmals betont wird und auch der Farbton halbwegs zum Boden passt, wurde es dann Ahorn.

Hier mal der Boden mit oben behandeltem Ahornfurnier und unten ein StĂŒck Kirsche behandelt.

Ein großes Sorry an den HĂ€ndler der nun doch kein GeschĂ€ft mit mir macht, Beratung war aber wirklich Top, der Umgang und die Auswahl ebenso!
Hier mal noch zwei Leckerbissen vom HÀndler, zuerst das Zebrano und dann das feine Eiche was er auf Lager gehabt hÀtte.

Die Pappelsperrholzplatten sind grob 2.50×1.88m und werden mit ca. 5cm Überstand pro Seite in die einzelnen Platten fĂŒr den spĂ€teren Einbau zurecht geschnitten.

Ab hier hab ich dann gute UnterstĂŒtzung von meinem Vater bekommen, denn nun hieß es das Furnier passend auf zu teilen, zurecht zu schneiden und zu verkleben.
Erfahrung hilft.

Das vernĂ€hen/ verkleben sieht im Grunde genauso aus wie bei einer NĂ€hmaschine, nur dass hier der Faden mit Heißkleber ummantelt ist, welcher dann durch einen heiße DĂŒse gezogen wird, welche sich nach links und rechts bewegt.

Das Lager gab noch so viel Furnier her dass es sich relativ genau fĂŒr die WĂ€nde und die Decke ausgeht.
Mal sehen was mir spĂ€ter noch einfallen wird, wofĂŒr ich dann noch mehr Furnier brĂ€uchte.

Nun zum eigentlichen furnieren.
Mit dem Leimroller hab ich im ersten Schritt den Leim aufgetragen.

Im zweiten Schritt dann verteilt.

Das ganze passiert auf der Vorder- sowie auf der RĂŒckseite.
Auf der RĂŒckseite wird ein so genannter Gegenzug aufgebracht. Damit sich die FlĂ€chen durch die entstehenden Spannungen durch das Furnier der Vorderseite nicht verziehen.

Gegenzug ist aufgebracht, Vorderseite mit Leim behandelt, dann wird anschließend die vernĂ€hte/ verklebte FurnierflĂ€che aufgelegt.

Und das ganze dann ab in die Furnierpresse die schon auf 60° aufgeheizt war.

Das ganze dann 15 Minuten mit 180 bar Druck pressen.

In der Zwischenzeit den Roller auf fĂŒllen und die nĂ€chsten Teile vorbereiten.

Die großen Teile wie die Verkleidung der SchiebetĂŒr und die Übergangsbretter von Wand zu Decke mussten wir in zwei Schritten verarbeiten.

Somit haben wir alle Teile fĂŒr die Wandverkleidung furniert und die Decke soweit vernĂ€ht, aber noch nicht gepresst.
Die Decke konnten wir nicht fertig machen da das Gegenzugpapier leer ist und erst neues bestellt werden muss.
Bis das Papier da ist mache ich mich erstmal dran die ersten WandflÀchen ein zu bauen.




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