Wandverkleidung die Vierte – Es wird hölzern

So nachdem die Türverkleidungen nun soweit sind dass diese nur noch geschliffen und geölt/ gewachst werden müssen, auf zu den seitlichen Wänden beim Bett. 🙂

Platten wieder grob auf Maß geschnitten und geschaut wie sie oben in die Schienen passen.
Ich muss gestehen, sieht schon echt nice aus der Übergang. 🙂

Auch die Wandplatten sind einige Male rein und raus gewandert bis die Konturen soweit gepasst haben…
Bilder dazu gibt es nicht, generell habe ich zu der Zeit weniger gemacht. Ich war zu weit in der Arbeit drin um noch daran zu denken und Teilweise hat die Arbeiten auch mein Vater ausgeführt, wie z.B. der Rahmen für die Nische die als nächtes kommt.
Die Nische habe ich bereits in einem älterem Beitrag schon angesprochen.
Auf die Art kann ich noch ein paar cm raus kitzeln und das Bett wird etwas länger.
Um genau zu sein ist es nun 1,91m lang.

Der Winkel ist mit einer Nut und Feder Verbindung verleimt.
Der Rahmen selbst mit Lamellos.

Zwischenzeitlich hab ich auch noch zwei Bretter über die Schiebetür geklebt, damit für das Übergangsbrett von Decke zu Wand einen Schraubgrund hat.
Aber Spoiler, damit sollte ich noch nicht fertig sein…
Die Zwingern und das quer stehende Brett dienen nur dazu damit alles in einer Flucht verläuft.

In der Schräge anschließend möglichst genau die Löcher gebohrt.
Die Maße hierfür hab ich, ich glaube, fünf Mal auf unterschiedlichste Arten gemessen, damit diese so genau wie Möglich werden.
Auf die Länge des Buses gesehen machen sich kleine Abweichungen in Summe schon sehr bemerkbar. Weil ich immer nur von Schraubpunkt zu Schraubpunkt messen kann, dass addiert sich wenn man schlampt.

Bohrlöcher noch versenkt, dass die Senkkopfschrauben im Holz verschwinden.

Damit die Nischen zusammen gesetzt werden können, müssen die Teile alle fertig behandelt sein.
Also ran an die Schleifmaschine, denn der erste Schritt ist alle Teile zu schleifen, in meinem Fall hab ich alles zuerst mit 150er Körnung, dann mit 180er und zuletzt nochmal mit 220er geschliffen.

Teile entstauben.

Und rauf mit der Oberflächenbeschichtung.

Die Ränder sind zum Rand hin mit Klebeband abgeklebt, damit ein 5mm Rand ohne Öl bleibt, an dem später dann der Leim oder das Filz haften kann.

Beschichtet ist alles mit einem natürlichen Hartwachsöl.
Aufgebracht mit einer Schaumstoffrolle, nicht all zu viel aufgetragen.
Ca. 10 Minuten antrocknen lassen und anschließend hab ich den Überschuss mit einem Baumwolltuch (alter Bettwäsche) abgenommen und poliert.
So entsteht eine schöne matte Oberfläche.
Das war mir sehr wichtig da ich keine glänzenden oder gar spiegelnde Oberflächen in meinem Bus haben will.

Hier schon die erste zusammen gesetzte Nische von hinten.
Bei der hat sich der Rahmen etwas verzogen, aber das lies sich soweit mit ordentlich Spannung beheben.
Die Rückwand ist in einem dreiseitigem Falz verleimt und zusätzlich mit einer Druckluftnagelpistole fest genagelt worden.

Hier die fertige Nische von vorne.

Hier die Nische in die ausgeschnittene Wandverkleidung eingelegt.
Später habe ich beides mit kurzen Spax Schrauben verschraubt. Zusammen schießen (nageln) war mir hier zu labil.

Auch die restlichen Verkleidungen habe ich alle mit geschliffen und behandelt sowie poliert.
Manche Stellen musste ich mehrmals mit dem Hartwachsöl einrollen da diese stärker das Gemisch aufgenommen haben als andere.
Immer schön ein bis zwei Teile mit dem Hartwachsöl behandeln und polieren. Laut Hersteller kann man damit auch bis zu 30 Minuten warten. Stellenweise waren meine Oberflächen aber schon nach 10 Minuten so klebrig dass das Polieren echt zäh wurde. Und Junge Junge Junge, von Hand polieren sorgt mal für dicke Oberarme vom feinsten…

Alles über Nacht gut trocknen lassen und am nächsten Tag mal provisorisch eingebaut wie es denn so wirkt.

Ohhhh jaaaa, was bin ich froh dass ich mich für Ahorn entschieden hab.
Gefällt mir richtig gut!

So das war nun die Arbeit von mehreren Tagen, komprimiert in einem Beitrag, aber sonst werden es zu viele “Wandverkleidungs” Beiträge. 😀




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